Insulinresistenz (Stoffwechselkrankheit) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Thiemo Kellner   
Donnerstag, den 05. August 2010 um 20:06 Uhr

Die Insulinresistenz ist eine Form von Diabetes (Zuckerkrankheit). Hierbei wird der Blutzucker von den Zellen nicht mehr in genügendem Maße von den Muskelzellen aufgenommen, weil die Muskelzellen nicht mehr in genügendem Maße auf den Botenstoff Insulin reagieren. Erhöhte Ausschüttung hat nur einen zeitlich und im Ausmaß begrenzte Verbesserung zur Folge. Eine erhöhte Ausschüttung veranlasst der Körper in der Regel von alleine, was aber mit der Zeit zu erhöhter Resistenz und schließlich zu Überlastung, Fehlfunktionen oder Versagen der Insulin ausschüttenden Drüsen (z. B. Bauchspeicheldrüse) führen kann.

 

Anzeichen

  • Energielosigkeit
  • Neigung zum Verfetten insbesondere am Mähnenkamm
  • Hufrehe

 

Ursachen

Zumeist sind mehrere Ursachen gemeinsam beteiligt

  • Genetische Veranlagung, wobei Pferde leichtfuttrige Rassen ein höheres Risiko haben
  • zu zuckerreiche Ernährung
  • Magnesiummangel

 

Empfehlungen

  • Fütterung von Kraftfutter nur nach intensiver Arbeit des Pferdes
  • Nur Hafer als Kraftfutter – wirklich nur Hafer. Kann mit unmelassierten Zuckerrübenschnitzeln (dem fast zuckerlosen Rest der Zuckergewinnung) gestreckt werden
  • Leinöl als zusätzlicher Energielieferant
  • Sojaschrot (u. U. Futtererbsen) als Eiweißlieferanten füttern. Abstimmen mit Stoffwechselproblemen ist wichtig.
  • Keine Äpfel, Möhren, Brot oder andere zucker- oder stärkehaltige Leckerli geben! Denken Sie sich eine Belohnung wie die richtige Stelle schuppern oder kraulen aus.
  • Mineralfutter ergänzend einsetzen (ideal ist die genaue Kenntniss von tatsächlichem Pferdegewicht und von u. U. daraus abgeleiteter Vermutung des Idealgewichtes, der Inhaltsstoffe und Füttermenge des Futters)
  • insbesondere Magesium muss genügend vorhanden sein
  • Überdosierung von Eisen vermeiden, Eisen zeitlich möglichst weit abgesetzt von Kraftfuttergaben verabreichen

 

Quellen

  • Urban, D.: Manuskript des Lehrgangs zum Barhufpfleger nach Natural Hoofcare, 2009
Zuletzt aktualisiert am Montag, den 09. April 2012 um 20:21 Uhr